November 2006Uruguay
Argentinien
Bauernland, Metropolen &
'the motorcycle diary' !!!
Im Zick Zack nach Sueden.

Von den Iguazu Wasserfaellen im nordoestlichen Zipfel von Argentinien gehts zuerst ein Stueck nach Suedwest durch die Pampa.
Tja , aber irgendwie ueberhaupt nicht beeindruckt von der Stadt Corrientes geht es weiter durch grosse, flache, von Fluessen durchzogene Landschaften.

Die Temperaturen fangen hier nun schon an stark zu schwanken und die Unterschiede von Tag & Nacht, Sonne & Schatten, Trocken & Regen werden immer groesser.
Mit dem Grenzuebertritt nach Uruguay trage ich nun alle meine warmen Klamotten wie eine Zwiebel, Schicht fuer Schicht ueber einander.
Jene Sachen die nach einem Waschtag nicht 100% trocken sind, werden auf’s Moped gespannt und der Fahrtwind erledigt den Rest. Ich nenne es die faule Hausfrauen Waescheleine.

Uruguay empfinde ich wie ein unentdecktes Juwel im gnadenlosen Steinbruch der Reisenden. Herrlich schoene Weiten, sanft rollende Huegel, Baumalleen die das naechste Dorf ankuenden, tolle Staedte und vor allem sehr nette Menschen die nahezu unversaut vom Tourismus sind.
Echte Motorradklassiker wie BSA, Ariel, Universal usw. aus den 40ern bekomme ich auch live zu sehen. 
Eigentlich wollte ich nur einen kleinen Jausestop einlegen, aber 1. Kommt es anders und 2. Als man denkt.
So wird aus dem kleinen Stop ein richtiger Spaetnachmittagstratsch mit diesen lokalen bikern!

Die bebaute Landzunge mit dem namen ‚Punta del Este' waechst vom einstigen 70er Glamour zum Acapulco von Uruguay an. 
Die Hauptstadt, Montevideo braucht aber dennoch keine Angst zu haben dass ihr der Rang abgelaufen wird, denn die besicht einfach mit historischen Bauten, den Regierungssitz, recht interessanten Flairs und den ca 2 mil Einwohnern.
Unweit davon gibt es auch Zuwanderungsgebiete wie die ‚neue Schweiz’ wo ich mir deren Welt natuerlich durch einen fast echten Schweizer Kaese betrachte. 
Noch einen Stop im putzigen Colonia bevor es wieder nach Argentinien geht. 
Unglaublich aber wahr – ich bin am selben fruehsommerlichen Tag ins weihnachtlich geshmueckte Buenos Aires!! 
Bei Dakar Motos werden Fusae, Moses und ich auch gleich herzlich empfangen.

Platz zum schlafen und um am Moped zu arbeiten (Serv ice und Erneuerungen nach nun ca 45.000km) gibt es auch. 
Somit zerlege, genau guggen und bei RE USA an die Tuere klopfen. Jene stellen auch diese mahl ohne auch nur etwas zu zoegern alles Notwendige bereit.
Bis ich es aber aus dem Zoll habe ist eine Geschichte fuer sich.
Somit habe ich Zeit um mir die Stadt anzusehen, dies und jenes zu erstehen und erledigen und immer wieder mich mit anderen Reisenden zu unterhalten.
Ein kommen und gehen aus allen Herrenlaendern und somit mehr als ausreichend Gespraechsstoff fuer viele Nachmittage und Abende ist vorhanden.
Allerlei Motorraeder, Typen, Geschichten, Motive und Hintergruende treffen aufeinander. Buenos Aires was fuer ein Schmelztiegel – auf aus Motorradtechnischer und-reisender Sicht.
Herrlicht Bauten wirken lebendig ebenso wie Ché. (Ernesto Ché Guevara) 
Vielleicht hast du ja den Film ‚the motorcycle diary’ gesehen und erinnerst dich an das Norton Motorrad mit dem El Chè und sein Freund auf reisen gegangen sind?? 
Unglaublich aber wahr, ich darf mit dieser legendaeren Filmmaschine eine Runde drehen und bin selbst Tage spaeter noch ‚high’ von dieser beruehmten rechts geschaltenen Englaenderin.
Sir Gustavo (der oldtimer spezialist) nimmt sich auch meiner Fusae an und stellt die Zuendung neu ein -DANKE! 
Da gebe ich bei einem Interview fuer eine Auto & Motorradsendung gerne Auskunft und Info ueber meine Reise.
So...
Schrauben, Muttern und Bolzen nochmal nachziehen und wieter geht der Bulletritt nach Sueden! (Bullet ist die Type meiner Royal Enfield)
Jihhaaa!!!
<< Home